Festgeld und Tagesgeld im aktuellen Zinsvergleich

Zinsen

Die Höhe der Zinsen sind ein wichtiges Kriterium, wenn es um die Entscheidung für eine Anlage als Festgeld geht. Dabei hängt die Höhe des angebotenen Zinssatzes von verschiedenen Faktoren ab. Neben dem Anlagebetrag und der gewählten Laufzeit hängt dieser auch von der aktuellen Höhe des Leitzinses sowie der Zinspolitik der jeweiligen Bank ab. Um das Festgeldkonto mit dem besten Zinssatz zu finden, empfiehlt sich immer ein genauer Festgeldvergleich.

Abhängigkeit der Zinsen von der EZB

Die Europäische Zentralbank legt mit dem Leitzins fest, zu welchem Zinssatz sich Banken und Sparkassen bei der EZB Geld leihen können. Je höher der Leitzins desto teurer wird es für Geldinstitute, sich bei der EZB Kapital zu beschaffen. Deshalb setzen die Banken vermehrt auf die Geldanlage von privaten Kunden. Für Anleger bedeutet dies zumeist einen sehr attraktiven Zinssatz. Fällt der Leitzins dagegen, sinken auch die Zinssätze für Festgeld- oder Tagesgeldkonten.

Beste Zinsen bei mittleren Laufzeiten

Das zweite wichtige Kriterium für die Höhe des Zinssatzes ist die vom Anleger gewählte Laufzeit. Grundsätzlich gilt, dass mit der Laufzeit auch der angebotene Zinssatz ansteigt. Allerdings fällt der Anstieg bei sehr langfristigen Festgeldern nur noch gering aus. Erfahrungsgemäß sin bei Laufzeiten zwischen 1 und 3 Jahren die besten Zinssätze möglich. Für diesen Zeitraum lässt sich die Entwicklung des Leitzinses noch relativ genau abschätzen, sodass Banken einen guten Zinssatz anbieten können.

Der optimale Anlagebetrag beim Festgeld

Bei einigen Banken gibt es sogenannte Staffelzinsen. Das bedeutet, der Zinssatz richtet sich nach der Höhe des angelegten Betrages. In den meisten Fällen kann ein Festgeldkonto ab einem Betrag von 2.500 Euro eröffnet werden. Bei der Anlage von höheren Beträgen ab 10.000 Euro wird dann oftmals ein höherer Zinssatz angeboten. Der Höhe der Mindestanlage kann sich zwischen den einzelnen Banken zum Teil erheblich unterscheiden. Einige Institute bieten auch schon Festgelder ab einem Anlagebetrag von 500 Euro an.

Zinsen müssen versteuert werden

Die mit einem Festgeldkonto erzielen Zinseinnahmen unterliegen der Einkommenssteuer. Fällig wird hier die Abgeltungssteuer mit einem pauschalen Steuersatz von 25 Prozent. Dazu wird auf die Abgeltungssteuer noch der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent sowie eventuell die Kirchensteuer berechnet. Als Quellensteuer wird die zu berechnende Abgeltungssteuer direkt von der jeweiligen Bank oder Sparkasse an das zuständige Finanzamt abgeführt. Allerdings gilt für Anleger ein Freibetrag von 801 Euro pro Jahr. Gemeinsam veranlagte Ehepaare haben Anspruch auf den doppelten Freibetrag von 1.602 Euro. Um den Freibetrag in Anspruch zu nehmen, muss der Anleger seiner Bank einen Freistellungsauftrag erteilen.