Festgeld und Tagesgeld im aktuellen Zinsvergleich

Sparbuch

Das Sparbuch ist die traditionelle Form der festverzinslichen Geldanlage. Mittlerweile haben aber immer weniger Banken diese Sparform im Produktsortiment, stattdessen wird diese durch Tagesgeld- und Festgeldkonten ersetzt.

Das Prinzip Sparbuch

Vor einigen Jahren hat noch der Großteil der Verbraucher eines oder mehrere Sparbücher besessen. Es war die einzige Möglichkeit, Geld gut verzinst anzulegen und dennoch flexibel zu sein. Kunden mussten nur zu ihrer nächsten Bankfiliale gehen und konnten dort am Schalter Ein- und Auszahlungen vornehmen, wobei die Auszahlungen meist auf einen gewissen Betrag beschränkt waren. Die Sparbücher wurden dabei zuhause aufbewahrt, jede Transaktion wurde maschinell in ihnen eingetragen und per Stempel sowie Unterschrift eines Bankangestellten bestätigt.

Deswegen konnten Kunden auch nur auf das Kapital zurückgreifen, wenn sie dieses Buch tatsächlich zur Hand hatten. Verluste und Diebstähle waren daher fatal. In Zeiten des Onlinebanking musste diese Form aus der Mode geraten. Die Institute, die es noch anbieten, haben dabei fast ausschließlich ältere Bestandskunden im Blick. Diese setzen oftmals aus Gewohnheit weiter auf Sparbücher, was sie aber teuer bezahlen. Die Institute verzinsen die bestehenden Anlagen kaum noch, Zinssätze von 0,25 bis 0,5 Prozent sind die Regel, nicht die Ausnahme.

Tagesgeldkonten: bessere Handhabung

Schon allein wegen der Erleichterung in der Nutzung sollte jeder Sparbuchbesitzer auf das Tagesgeld oder Festgeld umsteigen. Der Besuch einer Filiale wird damit unnötig, stattdessen kann das Konto leicht mit Telefon- oder Internetbanking verwaltet werden. Auf diese Weise kann Geld ohne Aufwand zwischen dem Tagesgeldkonto sowie einem Girokonto als Referenzkonto hin- und her überwiesen werden. Zudem bestehen hinsichtlich der Auszahlungssummen um Gegensatz zum Sparbuch keinerlei Höchstgrenzen. Auch das Argument der Sicherheit spricht nicht für Sparbücher: Tagesgeldanlagen fallen ebenso unter die gesetzliche Einlagensicherung, dank der ein Betrag von bis zu 100 000 Euro staatlich geschützt ist. Zugleich kann kein Dritter Geld vom Tagesgeldkonto abheben, selbst wenn er die Zugangsdaten knackt: Überweisungen können nur auf das Referenzkonto vorgenommen werden, auf welches nur der Kontoinhaber Zugriff hat. Mit einem gestohlenen Sparbuch kann dagegen recht einfach auf einer Filialbank Geld abgehoben werden, sofern die Beschäftigten dort den eigentlichen Besitzer nicht persönlich können.

Tagesgeld wird höher verzinst

Schließlich sind auch die wesentlich besseren Konditionen von Tagesgeldanlagen zu nennen. Kunden erhalten ein Vielfaches der Zinsen, die bei einem Sparbuch ausgezahlt werden. Bei einem Vergleich der Anbieter zeigt sich, dass die besten Konten attraktive Zinsen gewährleisten. Zudem erhöht sich die Rendite noch, da beim Tagesgeld meist mehrfach im Jahr die Zinsen gutgeschrieben werden und so ein Zinseszinseffekt entsteht.