Festgeld und Tagesgeld im aktuellen Zinsvergleich

Sparbrief

Bei einem Sparbrief handelt es sich um eine festverzinsliche Anlage. Das bedeutet, der vereinbarte Zinssatz wird für eine fest vereinbarte Laufzeit vertraglich garantiert. Da diese auch nicht an der Börse gehandelt werden, besteht für den Anleger keinerlei Kursrisiko. Mit dem Erwerb eines Sparbriefs wird auch gleichzeitig ein Sparbriefkonto eröffnet, sodass hierfür kein Depot erforderlich ist. Angeboten werden Sparbriefe von Banken und Sparkassen mit Laufzeiten von bis zu 10 Jahren.

Verschieden Arten von Sparbriefen

Bei Sparbriefen werden drei unterschiedliche Varianten unterschieden. Dies sind im Einzelnen:

  • normal verzinste Sparbriefe
  • abgezinste Sparbriefe
  • aufgezinste Sparbriefe

Bei Sparbriefen mit normaler Verzinsung erhält der Anleger einmal jährlich die Zinsen auf seinem Girokonto gutgeschrieben. Dies geschieht zumeist zum 31. Dezember eines Jahres. Im letzten Anlagejahr erfolgt die Zinsausschüttung zum Laufzeitende des Sparbriefs. Aufgezinste Sparbriefe haben den Vorteil, dass die Zinsen bis zur Fälligkeit angesammelt werden. Dadurch entsteht für den Sparer ein Zinseszinseffekt. Beim Kauf des Sparbriefes zahlen Anleger dabei den vollen Nennwert des Sparbriefs und erhalten diesen dann bei Fälligkeit inklusive Zinsen und Zinseszinsen ausbezahlt. Abgezinste Sparbriefe funktionieren ähnlich, allerdings zahlt der Anleger beim Kauf des Sparbriefs hier den Nennwert abzüglich der zu erwartenden Zinsen und Zinseszinsen. Bei Fälligkeit wird dann der Nennwert an den Sparer ausbezahlt.

Einlagensicherung bei Sparbriefen

Sparbriefe unterliegen der gesetzlichen Einlagensicherung und sind somit bei einer Insolvenz der Bank bis zu einem Betrag von 100.000 Euro komplett abgesichert. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass der Sparbrief auf den Namen des Anlegers ausgestellt wurde. Durch die gesetzliche Einlagensicherung werden ausschließlich Namensschuldverschreibungen abgesichert. Bei Inhaberschuldverschreibungen greift die gesetzliche Einlagensicherung dagegen nicht. Zudem gilt diese nur für Banken mit einem Sitz innerhalb der Europäischen Union.

Unterschiede zum Festgeld

Der Sparbrief weist einige Gemeinsamkeiten zum Festgeld auf, unterscheidet sich jedoch auch in verschiedenen Punkten. So werden Sparbriefe in der Regel erst ab einer Laufzeit von einem Jahr bis zu 10 Jahren angeboten, während Festgelder schon für geringere Anlagezeiten ab einem Monat erhältlich sind. Zudem sind die Mindestanlagen bei einem Sparbrief bei den meisten Banken geringer. Bei einem Festgeldkonto betragen diese zumeist zwischen 2.500 und 5.000 Euro. Ein Sparbrief ist oftmals bereits ab 500 Euro möglich. Für beide Anlageformen gilt, dass der Zinssatz für die gesamte Laufzeit fest garantiert wird. Das bedeutet, der Sparer weiß in beiden Fällen genau, welchen Betrag er am Ende ausbezahlt bekommt. Zudem haben Anleger weder beim Festgeldkonto noch beim Sparbrief die Möglichkeit vorzeitig auf das angelegte Geld zuzugreifen.