Festgeld und Tagesgeld im aktuellen Zinsvergleich

Rendite

Unter Renditen versteht man die Erträge einer Geldanlage. Dabei ist es wichtig, den Zeitraum anzugeben, in welcher diese erzielt werden. Am häufigsten werden dafür die jährlichen Renditen genannt. Nur mit dieser Begrenzung können Investoren tatsächlich die Attraktivität eines Finanzprodukts einschätzen.

Zinseszinseffekte entscheiden über Höhe von Renditen

Häufig werden im allgemeinen Sprachgebrauch die Begriffe Rendite und Zinssatz identisch benutzt. Es gibt zwischen beiden aber einen Unterschied. Mit Rendite wird erstens der Ertrag jeder Kapitalanlage bezeichnet, also zum Beispiel auch Dividenden und Kursgewinne bei Aktien. Zweitens kann die Rendite bei Tagesgeldanlagen verschieden hoch sein, auch wenn die Anbieter mit dem gleichen Zinssatz auf ihr Produkt werden. Das liegt an dem Zinseszinseffekt. Je öfters die Zinsen gutgeschrieben werden, desto größer sind die jährlichen Renditen. Wird die Auszahlung nur ein Mal im Jahr gewährt, ist der Zins gleich der Rendite. Nur bei einer häufigeren Gutschrift tritt die angesprochene Wirkung ein. Dann wird bei einem vorhandenen Guthaben im Laufe des Jahres nicht nur dieses verzinst, sondern auch die bereits dem Konto zugeflossenen Zinsbeträge. Interessierte an Tagesgeld sollten deshalb bei der Wahl eines Anbieters darauf achten, dass die Zinsen mindestens vierteljährlich, am besten monatlich berechnet werden.
Die unterschiedlichen Zinsgutschrifttermine sowie der daraus resultierende Zinseszinseffekt werden automatisch von unseren Vergleichsrechnern berücksichtigt.

Rendite erhöhen mit dem richtigen Anbieter

Der Zinseszins nützt allerdings wenig, wenn ein Tagesgeldkonto schlecht verzinst ist. Deshalb müssen Interessierte bei einem Anbietervergleich immer die Rendite, die sich aus den beiden Faktoren Höhe des Zinssatzes und Häufigkeit der Verzinsung ergibt, als Kriterium heranziehen. Ein Blick auf Vergleichstabellen zeigt dabei, wie unterschiedlich attraktiv Tagesgeldanlagen sind. Bei manchen Banken liegt der Ertrag deutlich unter der Inflationsrate, bei einigen darüber. Diese Inflationsrate ist eine gute Referenz, um Renditen bei Geldanlagen jeglicher Art einschätzen zu können: Sind beide gleich, wird die Kaufkraft des Sparers gewahrt. Erhält er für seine Investition weniger Prozentpunkte als die Entwicklung der Preissteigerungsrate, verliert dagegen sein Vermögen an realem Wert. Er hat zwar absolut mehr Guthaben, kann dafür aber weniger Waren erwerben. Bei höheren Renditen findet stattdessen eine tatsächliche Vermögensvermehrung statt. Bei Tagesgeld- und Festgeldkonten sind die zu erzielenden Erträge mit Abstand der wichtigste Aspekt bei der Anbieterwahl, der bei anderen Anlagen zudem entscheidende Risikofaktor ist dank der gesetzlichen Einlagensicherung weniger relevant. Bis zu einer Summe von 100 000 Euro sind Einlagen staatlich garantiert. Das gilt für Banken in allen EU-Ländern. Nur bei höheren Summen muss geprüft werden, ob ein darüber hinausgehender Schutz durch Bankenverbünde besteht.