Festgeld und Tagesgeld im aktuellen Zinsvergleich

Inflation

Um den Prozess der Inflation beurteilen zu können, sollte man sich mit dieser Erscheinung vertraut machen und wissen, was eine Inflation ist, wie sie entsteht und auf welche Weise bzw. mit welchen Mitteln sie bekämpft werden kann. Hier sind in allen Bereichen mehrere Varianten möglich, so dass es die eigentliche Inflation als solche gar nicht gibt. Gemäß der allgemeingültigen Definition wird hier allerdings eine grundsätzliche Erhöhung der Güterpreise verstanden, die sich nicht auf einzelne Güter sondern auf die Gesamtheit aller oder nahezu aller Güter bezieht.

Können Inflationen gemessen werden?

Nach modernen volkswirtschaftlichen Methoden ist eine Messung der Inflation möglich, in dem immer ein sogenannter Warenkorb zu Grunde gelegt wird. Mit seiner Hilfe wird ein Verbraucherpreisindex ermittelt, der dann als repräsentativ für einen bestimmten Zeitraum – von meist einem Jahr – gilt.

Was versteht man unter den gefühlten Inflationen?

Dieser oben angeführte Warenkorb und der Verbraucherpreisindex haben aber nichts mit der gefühlten Inflation zu tun. Hier geht es um die persönliche Interpretation der Verbraucher, wobei es dabei auch keine repräsentativ gültigen Aussagen geben kann. Schließlich wird jeder Konsument eine Preiserhöhung anders wahrnehmen und beurteilen, da hier auch persönliche Vermögenssituationen eine Rolle spielen.

Welche Ausprägungen und Folgen können beobachtet werden?

Für den Verbraucher wird erst einmal nur sichtbar, dass sich die Preise erhöhen und das Geld ganz offensichtlich weniger Wert ist. Er sieht also nur, dass er weniger für sein Geld bekommt. Für Fachleute dagegen lässt sich die Inflation in mehrere Phasen gliedern, deren Ausprägungen unterschiedlich stark sein können, so dass es unterschiedliche Inflationstypen und Inflationsstärken gibt. So spricht man auch von einer schleichenden und einer galoppierenden Inflationsentwicklung oder gar von einer Hyperinflation.

Welchen Bezug gibt es zu Geldanlagen im Allgemeinen?

Grundsätzlich kommt es bei Inflationen zu einer Reallohnsenkung, was bedeutet, dass der betreffende Arbeitnehmer zwar nach wie vor eine bestimmte Summe verdient, für dieses Geld aber wesentlich weniger kaufen kann. Dieser Prozess schlägt sich natürlich auch auf das Sparverhalten nieder, so dass es zu weniger Sparvermögen kommt, da anfangs versucht wird, diese Entwicklung aufzuhalten, in dem einfach kurzfristige und mittelfristige Geldanlagen aufgelöst werden, um die Lebenshaltungskosten zu decken.

Gibt es Wechselwirkungen in Hinblick auf Festgelder?

Durch den oben genannten Sachverhalt sind Festgelder oder Termingelder natürlich weniger betroffen als Geldanlagen, die per sofort auszahlbar sind. Trotzdem kann die Bank die Auszahlung gegen sogenannte Verzugszinsen selbstverständlich nicht verweigern, falls der Anleger das wünscht. Da Festgelder zu den mittelfristigen Anlagen gezählt werden können, wird man diese sicher erst dann auflösen, wenn Hyperinflationstendenzen oder aber zumindest galoppierende oder stärkere Inflationen vorliegen.

Gibt es Wechselwirkungen in Hinblick auf Tagesgelder?

Die Verfügbarkeit des Guthabens von Tagesgeldkonten ähnelt in etwa der eines Girokontos, so dass über das angesparte Guthaben jederzeit verfügt werden kann. Das bedeutet grundlegend, dass die meisten Anleger also zuerst versuchen werden, sich das Tagesgeld auszahlen zu lassen, wenn der Eindruck entsteht, dass das angesparte Geld nichts mehr wert ist. Auch dann, wenn noch schnell größere Anschaffungen geplant sind, kann das Tagesgeld immer zuerst genutzt werden. Langfristige Geldanlagen wird man im Gegenzug eher bei der Bank belassen.