Festgeld und Tagesgeld im aktuellen Zinsvergleich

Geldanlage Vergleich

Die Finanzkrise hat viele Anleger verunsichert. Aufgrund des niedrigen Leitzinses lässt sich mit den Renditen von sicheren Geldanlagen wie Fest- oder Tagesgeld kaum noch die Inflation ausgleichen. Wer mehr aus seinem Geld machen möchte, muss somit zwangsläufig auf die risikoreicheren Anlagemöglichkeiten ausweichen. Damit Sie mit Ihrem Geld eine gute Rendite erzielen und dennoch ruhig schlafen können benötigen Sie mehr denn je eine gute Anlagestrategie.

Wichtige Kriterien bei der Geldanlage

Die wichtigsten Kriterien bei einer Anlage sind Rentabilität, Sicherheit und Flexibilität. Allerdings sollten Sie sich vor Augen halten, dass es maximale Rendite bei optimaler Sicherheit und eine allzeitige Verfügbarkeit nicht gibt. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Kriterien unterschiedlich gewichten. Sicherheit und Rendite verlaufen immer entgegengesetzt zueinander. Je sicherer eine Anlage desto geringer fällt auch die Rendite aus. Bewerten Sie die verschiedenen Anlagemöglichkeiten hinsichtlich der Kriterien mit gut mittel oder schlecht. Wichtige Komponenten sind dabei das Einkommen, Alter, Vermögen, Familienstand, Lebensplanung sowie die vorhandene Risikobereitschaft.

Ein Anlageprofil erstellen

Durch die Beurteilung der einzelnen Kriterien kristallisiert sich automatisch auch Ihr Anlageprofil heraus. In der Praxis werden die drei unterschiedlichen Anlagetypen risikofreudig, gemischt oder Sicherheitsanleger unterschieden. Wenn Sie wissen zu welchem Anlagetyp Sie gehören legen Sie die Ziele fest, welche Sie mit der Geldanlage verfolgen. Dabei können Sie sich beispielsweise die folgenden Fragen stellen:

  • Soll das Geld langfristig als Altersvorsorge angelegt werden oder sparen Sie auf ein bestimmtes Ziel?
  • Wollen Sie die Anlage selbst verwalten oder möchten Sie damit so wenig wie möglich Aufwand haben?
  • Haben Sie in der Vergangenheit Fehler bei der Geldanlage gemacht?
  • Wo erhalten Sie eine gute Beratung?

Bei der Beantwortung dieser Fragen können Sie von bestimmten Grundregeln ausgehen, die generell für alle Geldanlagen gelten.

Faustregeln bei einer Anlage:

  • Eine hohe Rendite bedeutet immer ein entsprechendes Risiko
  • Anbieter und Vermittler haben immer auch ein eigenes Interesse
  • Eine Kündigung oder Beleihung kann dabei helfen, finanzielle Engpässe zu überbrücken
  • Der Anleger sollte immer Einfluss auf seine Geldanlage haben

Angebote, die den genannten Regeln nicht entsprechen, sollten immer zweimal überdacht werden. Setzen Sie bei der Anlage nie alles auf eine Karte, sondern verteilen Sie das Geld auf mehrere Anlageformen. Ein Teil sollte in jedem Fall sicher angelegt werden und bei Bedarf auch jederzeit zur Verfügung stehen. Im Folgenden finden Sie die verschiedenen Anlagemöglichkeiten, die Sie sehr gut miteinander kombinieren können.

Ein Muss das Tagesgeldkonto

Wie bereits erwähnt, sollten Sie über einen bestimmten Teil Ihres Geldes jederzeit verfügen können. Allerdings gibt es auf dem Girokonto keine oder nur sehr geringe Guthabenzinsen. Parken Sie Ihr Geld deshalb besser auf einem Tagesgeldkonto. Zwar fallen die Zinsen beim Tagesgeld auch nicht gerade üppig aus, bei guten Angeboten können Sie jedoch zumindest die Inflation einigermaßen ausgleichen. Vorteil dabei ist, dass Sie jederzeit auf Ihr Geld zugreifen können. Die meisten Tagesgeldkonten werden online geführt, wobei Sie die benötigten Beträge einfach per Überweisung auf Ihr Girokonto transferieren können. Zudem sind alle Gelder auf dem Tagesgeldkonto durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt.

Sichere Anlage als Festgeld

Das Festgeldkonto gehört ebenfalls zu den sicheren Anlageformen. Die Höhe der Zinsen hängt in erster Linie davon ab, für welchen Zeitraum Sie Ihr Geld anlegen möchten. Dabei gilt, je länger die Anlage, desto höher fällt auch die Rendite aus. Im Gegenzug können Sie jedoch während der Laufzeit nicht auf das angelegte Kapital zurückgreifen. Ein Festgeldkonto ist ideal dazu geeignet, wenn Sie beispielsweise auf ein bestimmtes Ziel sparen. Vergleichen Sie die Angebote genau, dass sich die Zinsen fürs Festgeld mitunter ziemlich deutlich unterscheiden.

Risikoreichere Anlageformen wie Aktien

Nachdem die Kurse an den Börsen im Jahre 2011 zunächst eingebrochen sind, hat der DAX in letzter Zeit wieder kräftig zugelegt. Langfristig gesehen lassen sich mit Aktien in jedem Fall attraktive Renditen erzielen. Achten Sie beim Kauf von Aktien vor allem auf solche Unternehmen, die an ihre Anleger regelmäßig Dividenden ausschütten. Bei vielen DAX-Unternehmen ist die Auszahlung an Dividenden über die Jahre deutlich höher als das eigentliche Kursplus der Aktie.

Eine Alternative zur Direktanlage in Aktien sind Aktienfonds. Dabei wird das angelegte Geld auf Aktien auf eine Vielzahl verschiedener Unternehmen in unterschiedlichen Branchen verteilt. Dadurch minimiert sich das Risiko für den einzelnen Anleger deutlich. Auch bei den Aktienfonds gibt es unterschiedliche Ausrichtungen. Je nach Anbieter eher in sicheren inländischen Aktien oder an den Aktienmärkten in Asien bzw. Südamerika investiert. Mit den Renditechancen steigt jedoch auch das Risiko. Der Nachteil von Aktienfonds sind die mitunter hohen Kosten, die für die Fondsverwaltung berechnet werden.

Risikostreuung bei Aktien

Direktanlagebanken oder ETF bieten Anlegern die Möglichkeit, das Risiko auch ohne fremde Hilfe zu streuen. ETF steht für Exchange Traded Funds. Es handelt sich dabei um gemanagte Investmentfonds, bei denen einen Index fast identisch anhand einer passiven Anlagestrategie abgebildet wird. Da hier kein aktives Management erforderlich ist, sind die Kosten im Vergleich zu einem normalen Investmentfonds deutlich günstiger. Zudem kommt es nur selten zu einer Indexveränderung, sodass auch kaum Transaktionskosten anfallen. Wie Aktien können auch ETFs bereits ab einem Stück gehandelt werden. So lassen sich verschiedene Anlagestrategien relativ einfach und kostengünstig umsetzen.

Gold als Kapitalanlage

In Zeiten der Finanzkrise haben viele Anleger das Vertrauen in andere Geldanlagen verloren und sind zu Gold gewechselt. Die Folge war ein starker Anstieg bei Goldpreis. Gold gilt als ein sichereres Anlageobjekt, wie der Preissturz im April 2013 jedoch gezeigt hat, handelt es sich hierbei ebenfalls um eine spekulative Geldanlage. Dazu sollten Sie bedenken, dass es für Gold keine Zinsen oder Dividenden gibt. Die Rendite ermittelt sich ausschließlich über den Verlauf des Goldpreises.