Festgeld und Tagesgeld im aktuellen Zinsvergleich

Festgeld FAQ

Nach wie vor gehört die Anlage als Festgeld zu den beliebtesten Anlageformen. Dies liegt unter anderem an der hohen Sicherheit und den attraktiven Renditemöglichkeiten. Vor der Eröffnung eines Festgeldkontos sollten jedoch einige Dinge beachtet werden. Im folgenden Festgeld FAQ werden die wichtigsten Fragen rund um die Festgeldanlage beantwortet.

Ist eine Anlage als Festgeld wirklich sicher?

Festgeldanlagen bieten aufgrund der gesetzlichen Einlagensicherung ein Maximum an möglicher Sicherheit. Die gesetzliche Absicherung gilt für alle Banken, die ihren Hauptsitz innerhalb der Europäischen Union haben. In diesem Fall sind alle Einlagen bis zu einem Betrag von 100.000 Euro zu 100 Prozent abgesichert. Die meisten deutschen Kreditinstitute sind zusätzlich noch Mitglied in einem freiwilligen Einlagensicherungsfonds. Dadurch sind Einlagen mit 30 Prozent des Eigenkapitals der jeweiligen Bank abgesichert. Die Einlagensicherung greift immer dann, wenn eine Bank Insolvenz anmelden muss. Für Banken mit Sitz außerhalb der EU besteht keine gesetzliche Absicherung. Hier gelten je nach Land und Bank unterschiedliche Regelungen. Bevor man sein Geld bei einer solchen Bank anlegt, sollte man die jeweils geltenden Bedingungen genau prüfen. Eventuelle Forderungen müssen bei einem Rechtsstreit immer in dem Land durchgesetzt werden, in dem die jeweilige Bank ihren Sitz hat. Mehr zum Thema Einlagensicherung finden Sie in unserem Ratgeber Teil.

Warum ist ein Festgeldvergleich sinnvoll?

Fast alle Banken und Sparkassen bieten verschiedene Varianten einer Anlage als Festgeld an. Dabei können die jeweiligen Konditionen mitunter stark voneinander abweichen. Aufgrund des entsprechend großen Angebots an unterschiedlichen Festgeldkonten ist es für Anleger nicht immer leicht, den Überblick zu behalten. Ein Festgeldvergleich bietet die Möglichkeit, die Angebote einer großen Anzahl von Banken und Sparkassen direkt miteinander zu vergleichen. Der große Vorteil dabei ist, dass ein solcher Vergleich absolut kostenlos und unabhängig ist. Durch die Möglichkeit, den Anlagebetrag und die Laufzeit direkt einzugeben, erhält man auch nur Angebote, die individuell auf die eigenen Ansprüche und Bedürfnisse zugeschnitten sind. So lassen sich schnell und einfach die Angebote mit den attraktivsten Konditionen herausfiltern.

Gibt es beim Festgeld einen Mindestbetrag, den man anlegen muss?

Fast alle Banken und Sparkassen bieten eine Festgeldanlage erst ab einem bestimmten Betrag an. Wie hoch dieser ist, hängt vom jeweiligen Anbieter ab. In den meisten Fällen liegt der Mindestbetrag zwischen 2500 und 5000 Euro. Es gibt jedoch auch Kreditinstitute, die Festgeld bereits ab einer Einlage von 500 Euro anbieten. Generell lässt sich sagen, dass bei einem höheren Anlagebetrag auch attraktivere Zinsen angeboten werden.

Besteht die Möglichkeit vorzeitig über den angelegten Betrag zu verfügen?

Beim Festgeld wird die Laufzeit zwischen der Bank und dem Anleger vertraglich fest vereinbart. Diese Vereinbarung ist für beide Vertragsparteien bindend. Aus diesem Grunde ist eine vorzeitige Kündigung in der Regel nicht möglich. Wer also vorzeitig über seine Anlage verfügen möchte, ist in diesem Falle auf die Kulanz der jeweiligen Bank angewiesen. Da die Banken für die vereinbarte Laufzeit mit der Anlage planen und kalkulieren, verlangen sie bei einer vorzeitigen Kündigung in jedem Fall eine entsprechende Entschädigung. So wird für die bereits absolvierte Laufzeit nur sehr geringe oder auch gar keine Zinsen gezahlt. Zudem kann die Bank noch eine separate Gebühr für die vorzeitige Kündigung verlangen. Wurden bereits Zinsen ausbezahlt, werden diese bei einer Auszahlung der Anlage verrechnet. Eine vorzeitige Kündigung sollte deshalb nach Möglichkeit vermieden und nur im absoluten Notfall durchgeführt werden. Wer dennoch vorzeitig kündigen möchte, muss dies schriftlich bei der Bank anmelden.

Gibt es beim Festgeld einen Höchstbetrag?

Im Gegensatz zum Tagesgeld gibt es beim Festgeld in der Regel keine Höchstbeträge. Somit sind Festgeldanlagen auch für größere Anlagesummen problemlos möglich. Es kann jedoch vorkommen, dass ab einem bestimmten Betrag nur noch geringere Zinsen gezahlt werden.

Welche Möglichkeiten gibt es am Ende der Laufzeit?

Ist die Laufzeit beendet, kann der Anleger entscheiden, ob er die Festgeldanlage kündigt oder ob er den Betrag inklusive der erhaltenen Zinsen erneut anlegen möchte. Für den Fall, dass die Anlage gekündigt werden soll, muss die Kündigung jedoch rechtzeitig bei der Bank vorliegen. Wird die Frist versäumt, verlängert sich die Anlage in der Regel um die ursprünglich vereinbarte Laufzeit. Der Anleger erhält dann automatisch den zum betreffenden Zeitpunkt angebotenen Zinssatz. Zur Kündigung reicht in den meisten Fällen ein Anruf bei der Bank aus. Es wird jedoch empfohlen, eine Kündigung immer schriftliche einzureichen. Die Kündigungsfristen weichen je nach Bank voneinander ab und können den jeweiligen Vertragsbedingungen entnommen werden. Bei einigen Anbietern besteht auch die Regelung, dass die Festgeldanlage generell zum Ende der Laufzeit endet, es sei denn, der Anleger wünscht ausdrücklich eine Verlängerung. Ob eine Verlängerung sinnvoll ist, hängt natürlich von den zum entsprechenden Zeitpunkt angebotenen Konditionen ab. Mehr hierzu im Ratgeber Teil unter: Laufzeitende – Festgeld kündigen oder verlängern?

Ist ein Festgeldkonto mit Gebühren verbunden?

Die Eröffnung eines Festgeldkontos ist ebenso wie die Kontoführung mit keinerlei Kosten verbunden. Dies gilt für alle Banken und Sparkassen, welche ein Festgeldkonto anbieten.

Müssen Zinserträge aus dem Festgeldkonto versteuert werden?

Wie alle Kapitalerträge unterliegen auch die Zinseinnahmen aus einer Festgeldanlage der Abgeltungssteuer. Diese beträgt pauschal 25 Prozent. Neben der Abgeltungssteuer wird zudem auch der Solidaritätszuschlag sowie eventuell noch die Kirchensteuer fällig. Da es sich bei der Abgeltungssteuer um eine sogenannte Quellensteuer handelt, wird diese direkt durch die Bank an das zuständige Finanzamt abgeführt. Anleger haben allerdings einen jährlichen Freibetrag in Höhe von 801 Euro. Für gemeinsam veranlagte Ehepaare verdoppelt sich der Freibetrag auf 1602 Euro. Wichtig ist, dass der Bank rechtzeitig ein Freistellungsauftrag über den Freibetrag vorgelegt wird. Dabei kann der Freibetrag auch auf mehrere Banken verteilt werden. Liegt dieser vor, führt die Bank nur dann Steuern an das Finanzamt ab, wenn die Zinsen den auf dem Freistellungsauftrag angegebenen Betrag übersteigen.

Welche Anlagebeträge eignen sich für eine Festgeldanlage?

Dies hängt natürlich von der jeweiligen finanziellen Situation des Anlegers ab. Da während der Laufzeit nicht auf die Einlage zugegriffen werden kann, ist es jedoch empfehlenswert nicht das gesamte Kapital als Festgeld anzulegen. Stattdessen ist es sinnvoller, einen gewissen Betrag auf einem Tagesgeldkonto anzulegen. Hier kann jederzeit auf das angelegte Geld zugegriffen werden.

Worin unterscheiden sich Tagesgeld und Festgeld?

Der größte Unterschied liegt darin, dass es bei einem Tagesgeldkonto keine feste Laufzeit gibt. Der Anleger kann täglich über sein Geld verfügen. Allerdings ist der Zinssatz beim Tagesgeldkonto nicht garantiert und kann durch die Bank jederzeit geändert werden. Die Zinssätze sind bei einer Festgeldanlage in der Regel etwas höher als beim Tagesgeld und bleiben über die gesamte Laufzeit unverändert. Unterschiede bestehen zudem auch, was die Termine der Zinszahlungen betrifft. Bei Tagesgeld werden die Zinsen je nach Bank monatlich, quartalsweise oder jährlich gutgeschrieben. Dabei kann der Anleger bei einer monatlichen Zinsgutschrift am besten vom Zinseszinseffekt profitieren. Beim Festgeld spielt dieser Aspekt nur bei sehr hohen Anlagebeträgen eine Rolle. Die Zinsen werden zumeist am Ende der Laufzeit ausgezahlt. Bei längeren Laufzeiten ist auch eine jährliche Zinszahlung möglich. Mehr zu diesem Punkt im Ratgeber Teil unter: Festgeld vs. Tagesgeld.

Welche Laufzeit sollte bei einer Festgeldanlage gewählt werden?

Welches die beste Laufzeit ist, hängt zum einen davon ab, wie lange der Anleger auf sein Geld verzichten kann. Da eine vorzeitige Kündigung sehr teuer werden kann, sollte im Zweifelsfall eher eine kürzere Laufzeit gewählt werden. Was die Höhe der Zinsen betrifft, gilt die Faustregel, je länger die Laufzeit desto höher auch der angebotene Zinssatz. Allerdings steigt der Zinssatz bei sehr langen Laufzeiten proportional nur noch gering an. Erfahrungen zeigen, dass bei Laufzeiten zwischen 12 und 24 Monaten die besten Renditen erzielt werden. Für diesen Zeitraum können die Banken und Sparkassen die Zinsentwicklung des Leitzinses der Europäischen Zentralbank noch relativ sicher vorhersagen. Dies wird bei Laufzeiten über 2 Jahren zunehmend schwieriger, weshalb die Kreditinstitute bei der Zinsvergabe eher vorsichtig agieren. Weitere Informationen zur richtigen Laufzeit finden Sie im Ratgeber Teil unter: Festgeld Anlagedauer.

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