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Einlagensicherung

Wenn Sie auf der Suche nach einer Geldanlage sind, dann spielt die Sicherheit bei der Entscheidung sicher eine wichtige Rolle. Gerade in Zeiten von Finanz- und Wirtschaftskrisen ist die Sicherheit einer Anlage eines der wichtigsten Entscheidungskriterien. Deshalb sollten Sie vor dem Abschluss einer Geldanlage immer auf die Einlagensicherung achten, welche eine Bank anbietet. Diese schützt die Einlagen von Privatpersonen, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen vor einem Verlust, falls die betreffende Bank in finanzielle Schwierigkeiten kommt. In Deutschland unterscheidet man dabei eine gesetzliche und eine freiwillige Einlagensicherung.

Die gesetzliche Sicherung

Die gesetzliche Einlagensicherung gilt nicht nur für die Banken in Deutschland, sondern für alle Kreditinstitute, welche Ihren Hauptsitz innerhalb der Europäischen Union haben. Diese garantiert Ihnen seit Dezember 2010 eine hundertprozentige Absicherung bis zu einem Betrag von 100.000 Euro je Anlage. Davor waren Anlagen nur bis zu einem Anlagebetrag von 50.000 Euro abgesichert. Dazu kommen noch 90 Prozent der Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften bis maximal 20.000 Euro. Geregelt ist die gesetzliche Einlagensicherung im Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz. Zunächst handelte es sich um eine Absichtserklärung der deutschen Regierung, wobei eine gesetzliche Regelung ursprünglich nicht geplant war. Diese erfolgte erst später aufgrund eines Beschlusses der EU-Finanzminister. Zuständig für die Absicherung in Deutschland ist die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB).

Die freiwillige Einlagensicherung

Neben der gesetzlich vorgeschriebenen Absicherung gibt es noch ein System mit freiwilligen Sicherungseinrichtungen. Fast alle namhaften deutschen Kreditinstitute haben sich einem privaten Einlagensicherungsfonds angeschlossen.

Es bestehen folgende Einlagensicherungsfonds:

  • Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken
  • Einlagensicherungsfonds der Bausparkassen
  • Einlagensicherungsfonds der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken
  • regionale Sparkassen-Stützungsfonds (Cash-Fonds)
  • Fonds der Landesbanken und Girozentralen

Jede Bank zahlt einen jährlichen Betrag in den jeweiligen Fonds ein, dem sie angehört. Wie hoch die Auszahlung ausfällt, hängt vom Umsatz und der Bonität der Bank ab. Die Sicherungsgrenze ist bei den privaten Sicherungsfonds wesentlich größer als bei der gesetzlichen Einlagensicherung. Die Grenze liegt bei 30 Prozent des maßgeblich haftenden Eigenkapitals der Bank. Das bedeutet, dass bei einem Eigenkapital von 50 Millionen Euro, ihre Anlage bis zu einem Betrag von 15 Millionen Euro abgesichert wäre.

Geschützt sind Einlagen auf:

Dagegen sind Schuldverschreibungen, Zertifikate sowie Genussrechte von Banken nicht durch den Einlagensicherungsfonds abgedeckt. Dies gilt auch für Fondsanlagen oder Wertpapiere, die sich im Depot der Bank liegen. Letztere werden von der Bank nur verwahrt bleiben aber im Besitz des Anlegers. Somit ist ein gesonderter Schutz hierfür nicht erforderlich.

Die Banken sind dazu verpflichtet, Sie bei der Eröffnung eines Kontos über die vorhandene Sicherung zu informieren. Mittlerweile können diese Daten auch online über den Bundesverband deutscher Banken abgefragt werden. Nicht alle Banken gehören einem freiwilligen Einlagensicherungsfonds an. Sie haben auch keinen unmittelbaren Rechtsanspruch gegen den jeweiligen Einlagensicherungsfonds. Für den Fall einer großen Bankenkrise sind die Einlagen durch den Einlagensicherungsfonds nicht komplett garantiert. Eine Ausnahme besteht nur für die Volksbanken, Raiffeisenbanken und Sparkassen. Hier wird der Bestand der Bank garantiert, so dass es in keinem Fall zu einer Schädigung des Anlegers kommen kann.

Banken außerhalb der EU

Wenn Sie Ihr Geld bei einem Kreditinstitut außerhalb der EU anlegen, dann gilt keine der genannten Einlagensicherungen. In diesem Fall ist auch der Totalverlust der Einlage möglich. Bei einigen Banken gelten die gesetzlichen Vorschriften des jeweiligen Landes. Manche Institute bieten zudem auch eine freiwillige Absicherung an. Auf jeden Fall sollten Sie sich vor Anlage genau über die betreffende Bank informieren. Haben Sie dabei Zweifel betreffs der Sicherheit, sollten Sie lieber eine Geldanlage bei einer Bank suchen. Jedoch müssen Sie sich keine Sorgen machen, alle von uns verglichenen Festgeldanlabieter Ihren Hauptsitz innerhalb der Europäischen Union wobei die Einlagen mindestens bis 100.000 Euro abgesichert sind.

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