Festgeld und Tagesgeld im aktuellen Zinsvergleich

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Anlagebetrag

Gepostet von am Feb 21, 2014 in Lexikon | Kommentare deaktiviert

Dass die Laufzeit einen wichtigen Einfluss auf die Tagesgeldzinsen hat, ist seit langem bekannt. Was jedoch viele nicht wissen: Auch die Höhe des Anlagebetrages wirkt sich auf die mögliche Rendite aus.

Die beste Kombination aus Anlagebetrag und Laufzeit finden

Wer sich für eine Anlage als Festgeld entscheidet, muss sich auch dafür entscheiden, wie lange er sein Geld anlegen möchte. Bei den meisten Anbietern steigt mit der Anlagedauer auch der angebotene Zinssatz. Ab einer Laufzeit von drei Jahren fällt der Anstieg prozentual jedoch nur noch sehr gering aus. Bei einem Festgeld-Vergleich erweisen sich Laufzeiten zwischen zwei und drei Jahren oftmals als die besten Angebote. Neben dem Zinssatz kommt es jedoch vor allem darauf an, wie lange der Anleger auf sein Geld verzichten kann. Eine vorzeitige Kündigung ist entweder gar nicht oder nur unter großen Verlusten möglich. Neben der Laufzeit spielt auch der Anlagebetrag eine Rolle bei den Zinsen. Auch hier gilt, dass der Zinssatz bis zu einer gewissen Summe mit dem Anlagebetrag ansteigt. Ab gewissen Anlagesummen bieten viele Banken dann nur noch einen geringeren Zinssatz an. Um die beste Kombination aus Anlagebetrag und Laufzeit zu finden, empfiehlt sich unser kostenloser Vergleich.

Worauf achten beim Festgeld?

Die angebotenen Zinsen der verschiedenen Banken können mitunter stark voneinander abweichen. Aus diesem Grunde sollten die vorhandenen Angebote in jedem Fall vorab miteinander verglichen werden. Damit ein objektiver Vergleich gelingt, sollten immer nur Anlagen mit derselben Laufzeit und Anlagesumme miteinander verglichen werden. Zudem sollten Anleger sich nicht von Lockangeboten mit hohen Tagesgeldzinsen blenden lassen. Hier ist besonders wichtig, genau auf die einzelnen Bedingungen zu achten. Dies gilt insbesondere für die jeweils geltende Einlagensicherung.

Die gesetzliche Einlagensicherung

Festgelder gehören besonders wegen ihrer Sicherheit zu den beliebtesten Geldanlagen. Grund hierfür ist die gesetzliche Einlagensicherung, welche für alle Banken mit Sitz innerhalb der EU bindend ist. Dadurch sind alle Anlagen bis zu einem Betrag von 100.000 Euro zu 100 Prozent abgesichert. Etwas anders sieht es aus, wenn das Geld bei einer Bank außerhalb der Europäischen Union angelegt wird. In diesem Fall kann es passieren, dass entweder gar keine oder nur eine geringere Absicherung besteht. Alle Angebote die bei uns verglichen werden unterliegen jedoch der europäischen Einlagensicherung.

Geldanlage

Gepostet von am Okt 23, 2013 in Lexikon | Kommentare deaktiviert

Nur mit empfehlenswerten Kapitalanlagen mehren Sparer ihr Vermögen. Bei der Wahl eines Produkts sollten sie vor allem zwei Kriterien anlegen: Rendite und Sicherheit. Zudem müssen sie den Markt beobachten, um zum Beispiel bei einem Festgeldkonto die geeignete Laufzeit zu wählen.

Rendite als wichtiges Entscheidungskriterium

Die Höhe der Rendite entscheidet darüber, welche Erträge Sparer einstreichen können. Grundsätzlich müssen sie zwei Arten der Kapitalanlage unterscheiden: Erstens gibt es Wertpapiere wie Aktien und Fonds, bei denen Anleger die Rendite nicht vorhersehen können. Sie können allein schätzen, dass Kurse künftig steigen und Unternehmen attraktive Dividenden auszahlen. Zweitens können Sparer festverzinsliche Finanzprodukte abschließen, hierzu zählt unter anderem das Festgeld. Bei diesen Papieren wissen sie bereits zu Vertragsbeginn, mit welchen Zinszahlungen sie rechnen können. Dank dieser Planungssicherheit lassen sich solche Festgeldangebote leicht vergleichen. Interessierte müssen als Kriterium nur die Zinshöhen bei verschiedenen Anbietern betrachten.

Sparer sollten die Sicherheit von Kapitalanlagen prüfen

Jede Form der Geldanlage verfügt zudem über ein unterschiedlich hohes Risiko. Aktien und Investmentfonds schwanken stark im Wert, schlimmstenfalls können Anleger einen Totalverlust erleiden. Dafür können Sie bei einem guten Verlauf aber auch vergleichsweise hohe Erträge einfahren. Wer sein Geld aber sicher anlegen möchte, sollte lieber Tages- oder Festgeldkonten wählen. Bei diesen erhalten Sparer sogar ihre Einlage zurück, wenn eine Bank Insolvenz anmelden muss. Für einen Betrag von bis zu 100 000 Euro pro Person garantiert der deutsche Staat das Geld. In anderen europäischen Ländern gelten ähnliche Regeln, welche auch für deutsche Anleger dort Anwendung finden. Viele Banken haben sich zudem zu Verbünden zusammengeschlossenen, die für wesentlich höhere Beträge einen zusätzlichen Schutz bieten. Häufig reichen die Summen bis zu einem mehrstelligen Millionenbetrag.

Analyse der Marktentwicklung zahlt sich aus

Die Attraktivität einer Geldanlage hängt auch immer von der momentanen Marktsituation ab. Offensichtlich stellt sich dies bei allen Produkten dar, die an der Börse gehandelt werden: Aktien, Fonds, Optionsscheine, Edelmetalle. Anleger sollten zu einem günstigen Kurs kaufen und zu einem höheren Preis die Gewinne realisieren. Doch auch bei Festgeldanlagen lohnt der Blick auf die aktuelle Situation sowie eine Prognose der künftigen Entwicklung. Die zentrale Rolle spielt das Zinsniveau. Die Europäische Zentralbank gibt mit den Leitzinsen den Rahmen vor, private Banken orientieren sich an diesem. Befinden sich die Zinssätze auf einem niedrigen Niveau und prophezeien Experten baldige Zinserhöhungen, sollten Sparer kurzfristige Festgeldanlagen bevorzugen. Sobald die Zinsen tatsächlich steigen, haben sie dann wieder frei verfügbares Kapital und können zu den besseren Konditionen erneut anlegen. Sollten die Zinssätze dagegen hoch liegen und drohen eher Zinssenkungen, wählen kluge Anleger lange Laufzeiten von fünf und mehr Jahren.
Mehr zum Thema finden Sie hier unter Geldanlage Zinsen oder direkt bei unserem Geldanlage Vergleich.

Geldanlage Zinsen

Gepostet von am Sep 25, 2013 in Allgemein, Lexikon | Kommentare deaktiviert

Egal ob man einen Kredit aufnimmt oder Geld anlegen möchte, der jeweilige Zinssatz spielt dabei immer eine entscheidende Rolle. Wer Geld anlegt will dafür natürlich eine möglichst hohe Rendite erzielen. Dabei hängen die Zinsen einer Geldanlage in erster Linie davon ab, für welchen Zeitraum das Geld angelegt werden soll.

Kurzfristig & sicher anlegen per Tagesgeldanlage

Wer täglich über sein Kapital verfügen möchte für den bietet sich ein Tagesgeldkonto an. Dieses verbindet eine gute Rendite mit maximaler Sicherheit und täglicher Verfügbarkeit. Die besseren Zinsen Geldanlage erhalten Anleger die etwas länger auf ihr Geld verzichten können. Mit einer Festgeldanlage wird ein fester Betrag für eine vorher vereinbarte Laufzeit angelegt. Die besten Zinsen gibt es bei einer Anlagedauer von 1-2 Jahren. Für diesen Zeitraum können die Banken eine Zinsentwicklung noch einigermaßen gut abschätzen. Bei längeren Anlagezeiten sind die Zinsen zumeist niedriger, da die Banken entsprechend vorsichtiger kalkulieren. Die Festgeldanlage zeichnet sich wie das Tagesgeldkonto durch eine hohe Sicherheit aus, da diese durch den Einlagensicherungsfonds abgesichert werden.

Mittelfristig & sicher anlegen mit der Festgeldanlage

Festgelder sind vor allem aufgrund der festen Verzinsung und ihrer hohen Sicherheit bei Anlegern beliebt. Anders als bei einem Tagesgeld werden die Festgeld Zinsen garantiert und man kann von einem bestimmten Zinsertrag ausgehen. Für Anleger ist das ein Vorteil, da sie sich um diese Geldanlage nicht weiter kümmern müssen, sondern diese einfach bis zum Ende der Laufzeit laufen lassen können.
Da Festgelder zudem durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt sind, handelt es sich hierbei auch um eine sehr sichere Geldanlage. Beachten sollte man, dass die Einlagensicherung bei ausländischen Banken von der deutschen Einlagensicherung abweichen kann. Bevor man sich für ein bestimmtes Festgeldangebot entscheidet, sollte man sich immer über die jeweilige Einlagensicherung informieren, diese können Sie einfach unserem Vergleichsrechner entnehmen.
Über unseren Festgeldvergleich wird schnell ersichtlich, dass man bei einer längeren Laufzeit auch höhere Zinsen bekommt. Allerdings kann man während der gesamten Laufzeit zumeist nicht oder nur unter bestimmten Bedingungen über das angelegte Geld verfügen. Aus diesem Grund entscheiden sich viele Anleger in der aktuellen Niedrigzinsphase für ein Angebot mit einer kurzen bis mittelfristigen Laufzeit.

Aktienfonds

Wer sein Geld etwas risikoreicher anlegt, hat natürlich auch die Chance auf entsprechend höhere Zinsen bei der Geldanlage. Trotz der aktuellen Turbulenzen am Aktienmarkt sind Aktienfonds noch immer eine attraktive Möglichkeit sein Geld anzulegen. Langfristig gesehen können Sie hier mit die höchsten Renditen erzielen. Allerdings sollten Sie sich als Anleger über die Risiken bewusst sein und nur Geld anlegen was Sie in absehbarer Zeit nicht brauchen.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum aktuellen Zinsniveau bei Festgeldanlagen finden Sie WZ Newsline

Kostenlose Konten

Gepostet von am Sep 24, 2013 in Allgemein, Girokonto | Kommentare deaktiviert

Um das richtige Konto für den jeweiligen Gebrauch zu finden, müssen die verschiedenen Konto- Arten verglichen werden, das heißt Vor- und Nachteile abgewogen und eventuelle Kosten überprüft werden.
Es eignet sich nicht jedes Konto für jede Verwendung, so ist ein Girokonto in der Regel zum Sparen ungeeignet, genauso wie ein Sparkonto nicht die Funktion eines fast täglich genutzten Girokontos ersetzen kann.

Girokonto kostenlos – Was heißt das?

Viele Banken werben mit einem kostenlosen Girokonto, doch nur wenige gewähren dieses tatsächlich ohne Wenn und Aber. Die Online Banken schneiden dabei am Besten ab, wie aktuelle Studien ergeben haben. Das liegt daran, dass die Personalkosten bei Online Banken viel geringer ausfallen, daher ist der finanzielle Spielraum größer. Ist man auf der Suche nach einem neuen Konto, sollte man die Bedingungen der jeweiligen Bank genau prüfen. Oft werden für die Kontoführung selbst keine zusätzlichen Kosten erhoben, dafür aber für den Einsatz der EC-Karte. Wichtig ist außerdem, dass man nicht nur den aktuellen Konditionen Beachtung schenkt, sondern sich auch erkundigt, ob diese Konditionen bestehen bleiben. denn leider ist der Zeitraum der kostenlosen Kontoführung oft auf ein Jahr begrenzt. Eine kostenlose Kreditkarte wird bei den meisten Banken ebenfalls angeboten, doch damit Geld abzuheben, kann teuer werden. In manchen Fällen ist aber eine begrenzte Anzahl von kostenlosen Abhebungen am Automat möglich.

Bedingungen für ein kostenloses Girokonto

Oft ist ein Girokonto kostenlos an verschiedene Bedingungen gebunden. Das kann zum Beispiel ein monatliches Mindesteinkommen im vierstelligen Bereich sein. Als Einkommen zählt nur das Gehalt, bei gut verdienenden Freiberuflern können Ausnahmen gemacht werden. Einige Banken bieten aber auch kostenlose Girokonten für Studenten an, dann werden Bafög und andere staatliche Zuschüsse ebenfalls als Einkommen anerkannt. Zudem wird geprüft, ob ein negativer Schufaeintrag vorliegt. Ist das der Fall, ist es schwieriger ein Konto zu eröffnen, da nicht alle Banken dem zustimmen. Sehr attraktiv ist die Neukundenprämie, zwischen 50 und 100 Euro, die aber an ähnliche Bedingungen geknüpft ist.

Dispo- und Guthabenzinsen

Auch bei einem kostenlosen Girokonto kann das Guthaben verzinst werden. Die Zinssätze sind allerdings zumeist eher gering. Kombiniert man das Girokonto mit einem Tagesgeldkonto, fallen die Zinsen höher aus. Wer das Konto regelmäßig überzieht sollte sich eine Bank suchen, bei der der Zinssatz für einen Dispo-Kredit möglichst niedrig ist und vor allem bleibt.

Tagesgeldkonten zur kurzfristigen Geldanlage

Tagesgeldkonten dienen der Geldeinlage, sie sind jedoch nicht zum direkten Zahlungsverkehr gedacht, das heißt, sie sollen nicht als Ersatz eines Girokontos dienen, sondern eher als Zwischendepot von größeren Geldmengen gelten.
Die maximalen Beträge unterscheiden sich von Bank zu Bank, auch die angebotenen Verzinsungen sind unterschiedlich, meist bieten Direktbanken eine höhere Verzinsung wie Sie unserem Vergleich entnehmen können.

Sparkonten

Sparkonten sind ähnlich wie Festgeldkonten zur Geldanlage gedacht, sie sollen nicht den Zweck eines Girokontos erfüllen, sondern werden nur kreditorisch behandelt. Bei einem Sparkonto kann der Kontoinhaber pro Monat über 2000 Euro frei verfügen, für andere Zahlung muss i.d.R. eine Kündigungsfrist von 3 Monaten eingehalten werden, bevor größere Geldmengen gelöst werden können. Sparkonten werden heuute kaum noch angeboten, sie wurden in den letzten Jahren zunehmend durch die immer beliebter werdenden Tagesgeld- und Festgeldkonten abgelöst.

Fehler bei der Eröffnung des Festgeldkontos vermeiden

Gepostet von am Sep 9, 2013 in Allgemein | Kommentare deaktiviert

Viele Sparer bevorzugen sichere Kapitalanlagen, eine der beliebtesten Formen stellt das Festgeldkonto dar. Doch vor dem Abschluss eines Festgelds sollten Anleger drei Kriterien beachten: die Länge der Laufzeit, die Höhe der Verzinsung und die Absicherung des Kapitals. Wer in diesen Punkten nachlässig vorgeht, kann finanzielle Nachteile erleiden oder sich sogar in wirtschaftliche Schwierigkeiten bringen.

Vorsicht vor zu langen Laufzeiten

Festgelder verdanken ihre Bezeichnung der Tatsache, dass weder die Bank noch der Kunde den Vertrag während des vereinbarten Zeitraums auflösen kann. Für Sparer bedeutet diese Regelung, dass sie auf das Kapital bis zum Laufzeitende nicht zugreifen können. Sie sollten deshalb unbedingt den schwerwiegendsten Fehler bei der Eröffnung des Festgeldkontos vermeiden: die Wahl eines Zeitraums ohne individuelle Finanzplanung. Anleger müssen sich vergewissern, dass sie das Geld innerhalb der Frist tatsächlich nicht benötigen. Sie sollten über genügend Reserven verfügen, um überraschende Rechnungen für eine Kfz-Reparatur oder eine Nachzahlung bei den Mietnebenkosten begleichen zu können. Ansonsten müssen sie eventuell einen teuren Kredit aufnehmen, weil das Vermögen auf einem Festgeldkonto gebunden ist. Im Zweifelsfall sollten Interessierte lieber kurzfristige Festgelder abschließen. Alternativ können sie einen Teil des Vermögens mit einer mehrjährigen Laufzeit anlegen und einen Notgroschen auf einem täglich verfügbaren Tagesgeldkonto parken.

Zudem sollten Sparer die voraussichtliche Zinsentwicklung in den Blick nehmen. Ein Festgeldkonto zeichnet sich nicht nur durch eine fixe Laufzeit aus, sondern auch durch einen fest vereinbarten Zinssatz. Diesen bieten die Banken auf der Basis des aktuellen Zinsniveaus an. Wer sich für ein langfristiges Festgeld entscheidet, profitiert deshalb nicht von allgemeinen Zinssteigerungen während des Zeitraums. Bei momentan niedrigen Zinsen und erwartbaren Steigerungen sollten Anleger deswegen eher kürzere Festgelder oder Tagesgeldprodukte vorziehen. Dann können sie rechtzeitig wieder über den Betrag verfügen und ein Konto zu besseren Konditionen eröffnen.

Kein Geld verschenken: Mit einem Vergleich das beste Angebot finden

Die Rendite von Festgeldern hängt nicht allein vom grundsätzlichen Zinsniveau ab, sondern auch von den Konditionen der einzelnen Banken. Sparer sollten sich nicht auf das Angebot ihrer Hausbank verlassen, sondern einen Zinsvergleich durchführen. Dieser lässt sich schnell auf unserem Portal realisieren. Es bedarf als Angaben nur die Anlagesumme und die gewünschte Laufzeit, daraufhin können die User die Attraktivität unterschiedlicher Festgeldkonten einschätzen. Sollte sich eine Bank als bester Anbieter erweisen, bei welcher der Interessierte noch kein Kunde ist, muss er keinen bürokratischen Aufwand fürchten. Jeder kann online ein Konto beantragen, eventuell muss er noch eine Identitätsüberprüfung vollziehen. Für diese Überprüfung reicht ein kurzer Gang auf eine Postfiliale. Angesichts der enormen Zinsunterschiede am Markt zahlt sich diese überschaubare Mühe finanziell deutlich aus.

Auf die Einlagensicherung achten

Die Beliebtheit von Festgeldkonten gründet in der hohen Sicherheit. Der deutsche Staat garantiert Summen bis zu 100 000 Euro in voller Höhe, vor einer möglichen Bankenpleite muss sich deshalb kein Sparer ängstigen. Mittlerweile gelten solche Regelungen in allen Staaten der Europäischen Union, Anleger können auch bedenkenlos Angebote niederländischer oder französischer Institute annehmen. In zwei Fällen sollten Interessierte Konditionen aber genau unter die Lupe nehmen: Erstens sollten sie die Sicherungsmaßnahmen von Ländern außerhalb der EU prüfen, sofern sie bei einer dortigen Bank Festgeld vereinbaren wollen. Zweitens sollten sie bei Summen über 100 000 Euro nach zusätzlichen Sicherheiten bei deutschen und EU-Banken Ausschau halten. Viele Institute organisieren zum Beispiel in Bankenverbünden Garantien, die weit über die gesetzliche Gewährleistung hinausreichen. Würde dann das Geldhaus Insolvenz anmelden, springen die Partnerbanken ein und zahlen den Anlagebetrag an den Sparer zurück.

Fungibilität

Gepostet von am Aug 27, 2013 in Lexikon | Kommentare deaktiviert

Bei der Bezeichnung Fungibilität handelt es sich um einen Fachbegriff aus der Finanzwirtschaft. Er besagt, wie leicht Anleger Investitionen wieder in Geld umwandeln können.

Hohe Fungibilität an den Börsen

Der Grad der Austauschbarkeit bemisst sich daran, wie umfangreich bei Anlageobjekten Handel stattfindet. Fungibel sind Investitionsformen dann, wenn sich bei einem Verkaufswillen leicht und schnell ein Käufer findet. Das trifft zum Beispiel auf die Aktien- und Anleihenmärkte an den Börsenplätzen zu. Verkäufe können über die Handelsplattformen binnen weniger Minuten oder sogar Sekunden abgewickelt werden. Das standardisierte Verfahren, mit dem Verkäufer und Käufer zusammengebracht werden, garantiert dies. Dabei geht es aber nur darum, ob Anleger Wertpapiere abstoßen können. Es heißt nicht, dass sie das zu einem attraktiven Preis durchführen. So gibt es an den Börsen teilweise starke Kursschwankungen. Auch nach Kursstürzen finden sich viele Käufer, aber der bisherige Besitzer muss eventuell umfangreiche Verluste hinnehmen. Setzt er bei seiner Order ein zu hohes Preislimit, das nicht dem aktuellen Marktniveau entspricht, wird er den Verkauf nicht vollziehen können. Die einfache Austauschbarkeit gilt außerdem nicht für alle Aktien und Anleihen. Manche Wertpapiere mit geringem Kapitalisierungswert verzeichnen an Handelstagen nur geringe Umsätze. Bei diesen sogenannten Small Caps werden teilweise nur ein Mal täglich die Kurse festgestellt und somit die vorhandenen Aufträge ausgeführt.

Diese Kapitalanlagen sind schwierig auszutauschen

Bei manchen Anlageformen können Investoren ihr Kapitaleigentum nur mit Mühen und bei entsprechenden Rahmenbedingungen verkaufen. Das trifft zum Beispiel auf Immobilien zu, wenn aktuell keine Nachfrage am Markt herrscht. In bestimmten Regionen gibt es einen umfassenden Leerstand, die Mieten verharren auf niedrigem Niveau. Dort stehen Immobilienbesitzer vor einer komplizierten Käufersuche. Besser sieht die Lage in beliebten Wohngegenden aus. Aber auch dann bedeutet der Verkauf mangels standardisierten Verfahrens einen großen Aufwand: Es bedarf persönlicher Treffen mit Interessierten und einer individuellen Kaufabwicklung inklusive Bonitätsprüfung und Vertragsgestaltung. Über einen ebenso niedrigen Fungibilitätsgrad verfügen direkte Unternehmensbeteiligungen. Auch hier kann sich die Suche nach einem neuen Investor als langwierig erweisen.

Wie Anleger die Fungibilität bewerten sollten

Bei der Wahl einer Anlageform stellt die Austauschbarkeit ein wichtiges Kriterium dar. Aber Anleger sollten sich nicht allein darauf konzentrieren. Die erwartbaren Erträge und die Wertentwicklung sind bedeutendere Faktoren. Es bringt zum Beispiel wenig, Aktien verkaufen zu können, wenn sie zuvor massiv an Wert verloren haben. Festgeldanlagen können die bessere Alternative darstellen. Während der Laufzeit können Sparer diese zwar nicht handeln, dafür können sie die Zinszahlungen aber genau planen und erhalten bei Fälligkeit den Nennbetrag ausbezahlt. Angesichts der fehlenden Fungibilität während der vereinbarten Zeitspanne sollten Interessierte die Laufzeit jedoch intensiv abwägen. Währenddessen sollten sie die angelegte Summe nicht benötigen. Bei Unsicherheit empfiehlt sich stattdessen ein Tagesgeldkonto, dort angelegtes Geld können Sparer werktäglich auf ihr Girokonto umbuchen lassen.

Geldanlage Vergleich

Gepostet von am Jun 13, 2013 in Allgemein | Kommentare deaktiviert

Die Finanzkrise hat viele Anleger verunsichert. Aufgrund des niedrigen Leitzinses lässt sich mit den Renditen von sicheren Geldanlagen wie Fest- oder Tagesgeld kaum noch die Inflation ausgleichen. Wer mehr aus seinem Geld machen möchte, muss somit zwangsläufig auf die risikoreicheren Anlagemöglichkeiten ausweichen. Damit Sie mit Ihrem Geld eine gute Rendite erzielen und dennoch ruhig schlafen können benötigen Sie mehr denn je eine gute Anlagestrategie.

Wichtige Kriterien bei der Geldanlage

Die wichtigsten Kriterien bei einer Anlage sind Rentabilität, Sicherheit und Flexibilität. Allerdings sollten Sie sich vor Augen halten, dass es maximale Rendite bei optimaler Sicherheit und eine allzeitige Verfügbarkeit nicht gibt. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Kriterien unterschiedlich gewichten. Sicherheit und Rendite verlaufen immer entgegengesetzt zueinander. Je sicherer eine Anlage desto geringer fällt auch die Rendite aus. Bewerten Sie die verschiedenen Anlagemöglichkeiten hinsichtlich der Kriterien mit gut mittel oder schlecht. Wichtige Komponenten sind dabei das Einkommen, Alter, Vermögen, Familienstand, Lebensplanung sowie die vorhandene Risikobereitschaft.

Ein Anlageprofil erstellen

Durch die Beurteilung der einzelnen Kriterien kristallisiert sich automatisch auch Ihr Anlageprofil heraus. In der Praxis werden die drei unterschiedlichen Anlagetypen risikofreudig, gemischt oder Sicherheitsanleger unterschieden. Wenn Sie wissen zu welchem Anlagetyp Sie gehören legen Sie die Ziele fest, welche Sie mit der Geldanlage verfolgen. Dabei können Sie sich beispielsweise die folgenden Fragen stellen:

  • Soll das Geld langfristig als Altersvorsorge angelegt werden oder sparen Sie auf ein bestimmtes Ziel?
  • Wollen Sie die Anlage selbst verwalten oder möchten Sie damit so wenig wie möglich Aufwand haben?
  • Haben Sie in der Vergangenheit Fehler bei der Geldanlage gemacht?
  • Wo erhalten Sie eine gute Beratung?

Bei der Beantwortung dieser Fragen können Sie von bestimmten Grundregeln ausgehen, die generell für alle Geldanlagen gelten.

Faustregeln bei einer Anlage:

  • Eine hohe Rendite bedeutet immer ein entsprechendes Risiko
  • Anbieter und Vermittler haben immer auch ein eigenes Interesse
  • Eine Kündigung oder Beleihung kann dabei helfen, finanzielle Engpässe zu überbrücken
  • Der Anleger sollte immer Einfluss auf seine Geldanlage haben

Angebote, die den genannten Regeln nicht entsprechen, sollten immer zweimal überdacht werden. Setzen Sie bei der Anlage nie alles auf eine Karte, sondern verteilen Sie das Geld auf mehrere Anlageformen. Ein Teil sollte in jedem Fall sicher angelegt werden und bei Bedarf auch jederzeit zur Verfügung stehen. Im Folgenden finden Sie die verschiedenen Anlagemöglichkeiten, die Sie sehr gut miteinander kombinieren können.

Ein Muss das Tagesgeldkonto

Wie bereits erwähnt, sollten Sie über einen bestimmten Teil Ihres Geldes jederzeit verfügen können. Allerdings gibt es auf dem Girokonto keine oder nur sehr geringe Guthabenzinsen. Parken Sie Ihr Geld deshalb besser auf einem Tagesgeldkonto. Zwar fallen die Zinsen beim Tagesgeld auch nicht gerade üppig aus, bei guten Angeboten können Sie jedoch zumindest die Inflation einigermaßen ausgleichen. Vorteil dabei ist, dass Sie jederzeit auf Ihr Geld zugreifen können. Die meisten Tagesgeldkonten werden online geführt, wobei Sie die benötigten Beträge einfach per Überweisung auf Ihr Girokonto transferieren können. Zudem sind alle Gelder auf dem Tagesgeldkonto durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt.

Sichere Anlage als Festgeld

Das Festgeldkonto gehört ebenfalls zu den sicheren Anlageformen. Die Höhe der Zinsen hängt in erster Linie davon ab, für welchen Zeitraum Sie Ihr Geld anlegen möchten. Dabei gilt, je länger die Anlage, desto höher fällt auch die Rendite aus. Im Gegenzug können Sie jedoch während der Laufzeit nicht auf das angelegte Kapital zurückgreifen. Ein Festgeldkonto ist ideal dazu geeignet, wenn Sie beispielsweise auf ein bestimmtes Ziel sparen. Vergleichen Sie die Angebote genau, dass sich die Zinsen fürs Festgeld mitunter ziemlich deutlich unterscheiden.

Risikoreichere Anlageformen wie Aktien

Nachdem die Kurse an den Börsen im Jahre 2011 zunächst eingebrochen sind, hat der DAX in letzter Zeit wieder kräftig zugelegt. Langfristig gesehen lassen sich mit Aktien in jedem Fall attraktive Renditen erzielen. Achten Sie beim Kauf von Aktien vor allem auf solche Unternehmen, die an ihre Anleger regelmäßig Dividenden ausschütten. Bei vielen DAX-Unternehmen ist die Auszahlung an Dividenden über die Jahre deutlich höher als das eigentliche Kursplus der Aktie.

Eine Alternative zur Direktanlage in Aktien sind Aktienfonds. Dabei wird das angelegte Geld auf Aktien auf eine Vielzahl verschiedener Unternehmen in unterschiedlichen Branchen verteilt. Dadurch minimiert sich das Risiko für den einzelnen Anleger deutlich. Auch bei den Aktienfonds gibt es unterschiedliche Ausrichtungen. Je nach Anbieter eher in sicheren inländischen Aktien oder an den Aktienmärkten in Asien bzw. Südamerika investiert. Mit den Renditechancen steigt jedoch auch das Risiko. Der Nachteil von Aktienfonds sind die mitunter hohen Kosten, die für die Fondsverwaltung berechnet werden.

Risikostreuung bei Aktien

Direktanlagebanken oder ETF bieten Anlegern die Möglichkeit, das Risiko auch ohne fremde Hilfe zu streuen. ETF steht für Exchange Traded Funds. Es handelt sich dabei um gemanagte Investmentfonds, bei denen einen Index fast identisch anhand einer passiven Anlagestrategie abgebildet wird. Da hier kein aktives Management erforderlich ist, sind die Kosten im Vergleich zu einem normalen Investmentfonds deutlich günstiger. Zudem kommt es nur selten zu einer Indexveränderung, sodass auch kaum Transaktionskosten anfallen. Wie Aktien können auch ETFs bereits ab einem Stück gehandelt werden. So lassen sich verschiedene Anlagestrategien relativ einfach und kostengünstig umsetzen.

Gold als Kapitalanlage

In Zeiten der Finanzkrise haben viele Anleger das Vertrauen in andere Geldanlagen verloren und sind zu Gold gewechselt. Die Folge war ein starker Anstieg bei Goldpreis. Gold gilt als ein sichereres Anlageobjekt, wie der Preissturz im April 2013 jedoch gezeigt hat, handelt es sich hierbei ebenfalls um eine spekulative Geldanlage. Dazu sollten Sie bedenken, dass es für Gold keine Zinsen oder Dividenden gibt. Die Rendite ermittelt sich ausschließlich über den Verlauf des Goldpreises.

Anlagekonto

Gepostet von am Mrz 6, 2013 in Lexikon | Kommentare deaktiviert

Hinter dem Begriff Anlagekonto verbirgt sich im wesentlichen nichts anderes als ein sogenanntes Wertpapierdepot. Dabei handelt es sich gemäß der Definition um ein Konto, über welches in der Regel Wertpapiergeschäfte abgewickelt werden. Andererseits gibt es natürlich viele Anleger, die auch jedes Konto für Geldanlagen als Anlagekonto bezeichnen. Dies wäre nach geltender bankenrechtlicher Auslegung falsch. Festgeldanlagen oder sonstige Termingelder, Sparbriefe und ähnliches besitzen zwar auch ein Konto, dies ist aber kein Anlagekonto im Sinne des Wertpapiergeschäfts.

Das Anlagekonto und der Depotvertrag

Die eigentliche Basis oder Voraussetzung für die Eröffnung eines Anlagekontos ist natürlich immer der sogenannte Depotvertrag. Das bedeutet, bevor die Bank einem Anleger ein solches Konto eröffnet oder überhaupt eröffnen kann, muss eine Situation geschaffen werden, die ein solches Konto rechtfertigt, denn ein Girokonto kann nicht für Wertpapiergeschäfte oder Anlagen genutzt werden. Dabei kommt also ein zivilrechtlicher Vertrag zwischen dem Verwahrer, also der Depotbank, und dem Depotkunden als Anleger zustande.

Welche Verwahrungsarten gibt es?

Grundsätzlich gibt es gemäß geltendem Bankenrecht verschiedene Depotarten oder auch Verwahrungsarten. Zu ihnen zählen die Girosammelverwahrung, die Einzelurkunden, die Sammelurkunden, die Wertrechte, die Streifbandverwahrung, das geschlossene Depot, das Aberdepot und die Wertpapierrechnung. Zu den Depotarten oder auch Depottypen zählen dagegen das Eigendepot als sogenannte Kategorie A, das Fremd-, Treuhand- oder Anderdepot als Kategorie B, das Pfanddepot als Kategorie C und das Sonderpfanddepot als Kategorie D. Jeder Depottyp bzw. jede Verwahrungsart besitzt spezifische Merkmale, die auf eine bestimmte Anlageart positive oder negative Auswirkungen haben können. Hier hat der Kunde regelmäßig keinen Einfluss auf die Ausgestaltung, denn diese unterliegt der Angebotsfreiheit des Verwahrers.

Wo werden Depots oder Anlagekonten eingesetzt?

Zudem sollte immer beachtet werden, dass das Wertpapiergeschäft zwar das Haupteinsatzgebiet für Anlagekonten oder Depots ist, entsprechend der oben stehenden Ausführung und bankenrechtlichen Auslegung trotzdem immer verschiedene Möglichkeiten der Anlage bestehen. So nutzt man ein Anlagekonto beispielsweise für die Ausgabe von Anteilen an Immobilienfonds oder an Aktienfonds. Das jeweilige Wertpapier kann aber auch eine Einzelaktie an einem Unternehmen sein. Auch Rentenfonds oder diverse andere Fondsarten werden über Depots oder Anlagekonten abgewickelt.

Was versteht man unter den Depotgebühren?

Depotgebühren sind die Gebühren, welche die Bank für eine Bereitstellung des Kontos
bzw. eine Depotbereitstellung erhebt. Sie sind in etwa mit der Kontoführungsgebühr vom Girokonto vergleichbar. Dabei staffelt sich die Höhe der Gebühr immer nach der Art des Depots und dem Anlagebetrag. Die preislich günstigste Depotart ist in der Regel das Girosammeldepot oder die Girosammelverwahrung allerdings kann dies auch nicht als allgemeingültig angesehen werden.

Der Depotkontoauszug und sein Zweck

Der Kontoauszug des Depots wird als Depotkontoauszug bezeichnet und soll alle Wertstellungen des betreffenden Anlagekontos aufzeigen. Das bedeutet, dass hier alle Gewinne und Verluste sowie Käufe und Verkäufe aus dem Wertpapiergeschäft ersichtlich sind. Gleichzeitig dient der Kontoauszug als Beleg über die Abrechnung und Buchung durch den Verwahrer.

Was passiert bei einer Insolvenz des Verwahrers?

Sollte der Verwahrer, also in dem Fall die Bank, insolvent werden, so dient der Depotkontoauszug als Beleg für die anfallenden Ansprüche. In Deutschland besteht eine Pflicht zur Absicherung mit bis zu 90 %, der die Banken natürlich nachkommen bzw. nachkommen müssen.

Leitzins

Gepostet von am Feb 5, 2013 in Lexikon | Kommentare deaktiviert

Notenbanken entscheiden regelmäßig, ob sie Leitzinsen auf dem bisherigen Niveau belassen, sie anheben oder sie senken. An den Entscheidungstagen blickt die Finanzwelt gebannt zu den Sitzen der Notenbanken, zum Beispiel nach Frankfurt zur Europäischen Zentralbank. Die Mitteilung kann erhebliche Auswirkungen auf die Kapitalmärkte entfalten.

Leitzinsen: zentrales Instrument der Notenbanken

Notenbanken stellen Geschäftsbanken Geld zur Verfügung, mit dem diese arbeiten können. Zu welchen Konditionen dies geschieht, hängt von der Höhe des Leitzinssatzes ab. Damit haben die Europäische Zentralbank und ähnliche Institutionen in anderen Staaten einen großen Einfluss auf die Geldpolitik eines Währungsraums. Dabei bewegen sie sich stets zwischen zwei Zielen: Zum einen wollen sie die Wirtschaft fördern, zum anderen möchten sie Inflation vermeiden. Wachstum forcieren sie, wenn sie einen Leitzins möglichst niedrig ansetzen. So können Privatunternehmen, Personen und Staaten Investitionen günstig finanzieren. Die Ausweitung der Geldmenge kann allerdings dazu führen, dass die Preise stark steigen. In einem solchen Fall werden Notenbanken den Leitzins wahrscheinlich anheben.

Die richtige Balance zu finden, stellt einen schwierigen Abwägungsprozess dar. Gewöhnlich tolerieren die Verantwortlichen in Europa eine Inflationsrate bis zu zwei Prozent, darüber entsteht Handlungsdruck. Eine weitere Facette müssen die Geldpolitiker berücksichtigen: Bei hohen Staatsverschuldungen führen Zinserhöhungen dazu, dass Staaten noch größeren Belastungen ausgesetzt sind. Deshalb entschied sich die Europäische Zentralbank in der Euro-Krise für einen historisch niedrigen Zinssatz. Das Beispiel zeigt aber auch die begrenzte Macht der Leitzinsfestsetzung. Trotz geringerer Leitzinsen mussten einige Staaten an den Kapitalmärkten hohe Rendite zahlen, weil das Vertrauen der Anleger in deren Bonität zerstört war.

Die europäischen Leitzinsen

Meist präsentieren Notenbanken mehrere Leitzinsen, das gilt auch für die Europäische Zentralbank. Beim Hauptrefinanzierungssatz handelt es sich um den wichtigsten Leitzins des Euro-Währungsraums, auf den sich meist auch die Medienberichte fokussieren. Jede Woche vergibt die Zentralbank für sieben Tage ein bestimmtes Refinanzierungsvolumen, für das sich Banken bewerben können. Sie müssen hierfür ein Gebot abgeben, der Hauptrefinanzierungssatz stellt den Mindestbetrag dar. Der Spitzenrefinanzierungssatz ist dagegen ein Kredit, den Banken jederzeit kurzfristig erhalten können. Banken können nicht gebrauchtes Geld auch bei der Notenbank anlegen, der Einlagesatz als dritter wichtiger Leitzins gibt an, welche Verzinsung sie hierfür erwarten können.

Banken orientieren sich an den Zinssätzen

Der Leitzins wirkt sich mittelbar auf die Produkte von Banken, zum Beispiel auf Tagesgeld- und Festgeldkonten, aus. Legen Notenbanken niedrige Sätze fest, werden auch Institute eher eine geringe Verzinsung anbieten.
Allerdings bedeutet eine Leitzinssenkung nicht unbedingt, dass Banken ihre Zinssätze sofort nach unten anpassen. Sie verfügen über gewisse finanzielle Spielräume. Hin und wieder erhöhen sie die Zinsen bei solch einer Zentralbankentscheidung sogar oder belassen ihn auf dem aktuellen Niveau, um Kunden an sich zu binden und Neukunden zu gewinnen.
Bei starken und langfristigen Veränderungen des Leitzinses kommen sie aber nicht umhin, entsprechende Anpassungen vorzunehmen. Die wahrscheinliche Entwicklung der Leitzinsen sollten Anleger deshalb immer im Auge behalten. Deuten volkswirtschaftliche Daten wie eine drohende Inflation an, dass die Notenbanken bald Zinserhöhungen verkünden, sollten sie Kapital auf Tagesgeldkonten parken. Nach den Zinssteigerungen können sie die besseren Konditionen dann nutzen, um Geldbeträge zu attraktiveren Erträgen über einen längeren Zeitraum als Festgeld anzulegen.

EURIBOR

Gepostet von am Jan 31, 2013 in Lexikon | Kommentare deaktiviert

Der EURIBOR ist eine Alternative zur LIBOR und wurde erst mit der Euro-Einführung ins Leben gerufen. Allerdings bestehen hier durchaus Möglichkeiten einer Kartellbildung im Zusammenhang von sogenannten derivaten Finanzprodukten, so dass die EU aktuell in einem solchen Fall bereits Ermittlungen aufgenommen hat. Grundsätzlich steht der bzw. die EURIBOR für Euro Interbank Offered Rate, wobei sie vorwiegend in Hinblick auf erwähnte Derivate, also bezüglich diverser Warentermingeschäfte, von Bedeutung ist und von kleinen Anlegern regelmäßig nicht beeinflusst wird. Hier handelt es sich also um ein Finanzinstrument, das nur für Großanleger, Unternehmen und Banken von Bedeutung ist. Trotzdem lohnt sich eine eingehende Information auch für kleine und mittlere Anleger, die nicht sämtliche Wertpapiergeschäfte ihrer Hausbank überlassen möchten, sondern auch im Bereich des direkten Wertpapierhandel und nicht nur über die Fonds der Hausbank aktiv sind.

Wann wird die EURO INTERBANK OFFERED RATE ermittelt?

Wichtig ist die EURIBOR in erster Linie für – der Name sagt es bereits – das InterBankengeschäft, denn dort ist sie der jeweils aktuell geltende Zinssatz für Termingelder, der in Euro angegeben wird. Hier geht es also ausdrücklich auch nur um Termingelder, die in Euro be- bzw. verrechnet werden. Dabei wird die Euro Interbank Offred Rate jeweils einmal täglich bzw. geschäftstäglich ermittelt und zwar für eine Woche, für zwei Wochen für drei Wochen und für eine Laufzeit von 12 Monaten jeweils in monatlichen, doppelmonatlichen oder quartalsmäßigen Schritten.

Wozu verwendet man Sie?

Wie oben bereits ausgeführt verwendet man die EURO Interbank Offered Rate einerseits als Verhandlungsbasis für Kredite mit kurzer bis sehr kurzer Laufzeit. Weiterhin ist sie eine wichtige Information für Banken, die ihren Kunden Festgelder bzw. die Anlage von Termingeldern der verschiedensten Art anbieten und für diese einen Zinssatz ermitteln müssen. Hier kommt auch der Punkt ins Spiel, wo die EURIBOR und die Kenntnis von ihr auch für mittlere und kleinere Anleger von Bedeutung sein könnte, denn durch eine solche Kenntnis kann sicher mit der eigenen Hausbank oder der Anlagebank bzw. dem Anleger im umgekehrten Fall über die Verzinsung der Geldanlage verhandelt werden. In der Realität dürfte es aber nach wie vor so sein, dass ein kleiner Anleger und auch ein Anleger mittlerer Größe den Zinssatz von der Bank als fest vorgegeben bekommt und dort nur abschließen kann oder eben nicht. Interessant ist dies allerdings für große Anleger, wie beispielsweise Unternehmen, die ihren Zinssatz für Geldanlagen oder auch für kurzfristige und mittelfristige Kredite der verschiedensten Art mit dem betreffenden Kreditinstitut selbst individuell aushandeln.

Welche historischen Hintergründe und Ursprünge besitzt die EURIBOR und welche Bedeutung hat die LIBOR?

Der wesentlichste historische Hintergrund der EURIBOR ist eigentlich, dass sie eine Alternative zum LIBOR sein sollte und mit der Einführung der Währung Euro ins Leben gerufen wurde. Dabei melden aktuell 43 Banken, darunter auch 11 deutsche Kreditinstitute, zu festgelegten Terminen ihre Angebotssätze an Reuters. Reuters ist ein Informationsanbieter, der dann seinerseits entsprechende Durchschnittssätze ermittelt und ebenfalls zu festen Zeitpunkten veröffentlicht. An diesen Durchschnittssätzen kann dann analog zum bisher bekannten LIBOR (London Interbank Offered Rate) eine Orientierung erfolgen. Trotzdem sollte aber immer angemerkt werden, dass eine Orientierung erfolgen kann aber nicht muss.

Zur Webseite des EURIBOR: www.euribor-ebf.eu