Festgeld und Tagesgeld im aktuellen Zinsvergleich

Anlagepolitik

Die Anlagepolitik ist ein Begriff, der in erster Linie bei Fonds von Bedeutung ist. Damit sind alle Maßnahmen gemeint, die festgelegt werden, um ein bestimmtes Anlageziel zu erreichen. Dabei wird die Anlagepolitik in der Regel von einem oder mehreren Fondsmanagern festgelegt. Die ausgegebenen Ziele können dabei verschieden definiert werden. Ein mögliches Ziel ist beispielsweise eine gewisse prozentuale Erhöhung der Rendite im Vergleich zum Vorjahr. Ein häufig genanntes Ziel ist auch, eine höhere Wertsteigerung als der DAX zu erreichen.

Zunächst wird für einen gewissen Zeitraum eine Anlagestrategie festgelegt. Im Rahmen dieser Strategie legt das Fondsmanagement die Anlagepolitik fest. Dabei wird zum Beispiel festgelegt, was für Wertpapiere zu welchem Zeitpunkt gekauft werden und wie lange diese im Portfolio verbleiben sollen. Zudem wird direkt vereinbart, welche Maßnahmen bei einem eventuellen Kursverlust ergriffen werden sollen. Die Anlagepolitik hängt zum einen von gesetzlichen Vorgaben und zum anderen von der Risikobereitschaft des jeweiligen Anlegers bestimmt. Je nachdem wie hoch diese ist, wird zwischen konservativer, wachstumsorientierter oder spekulativer Anlagepolitik unterschieden.

Ist ein Anleger eher darauf bedacht sein Vermögen zu erhalten, statt dieses zu vermehren, wird eine entsprechend konservative Anlagestrategie verfolgt. Hierbei wird hauptsächlich auf eine langfristige Wertsteigerung Wert gelegt. Ein kurzfristiger Kursgewinn ist dabei kein Ziel. Dabei wird vor allem auf Aktien mit einer überdurchschnittlich hohen Dividende gesetzt, die sich bereits seit mehreren Jahren eine regelmäßige aufweisen.

Bei einer wachstumsorientierten Anlagepolitik liegt das Ziel in einer möglichst hohen Wertsteigerung. Das angewandte Risiko ist dabei etwas höher als bei einer konservativen Politik. Auch bei dieser Strategie geht es jedoch nicht um einen kurzfristigen Kursgewinn. Bei dieser Strategie besteht in der Regel ein Aktienanteil in Höhe von 75 Prozent. Die restlichen 25 Prozent bestehen aus festverzinslichen wie beispielsweise Unternehmens- und Staatsanleihen.

Wenn es um schnelle Kursgewinne geht, dann wird auf eine spekulative Anlagepolitik gesetzt. Dabei werden insbesondere sogenannte Hege Fonds genutzt. Diese verkaufen kurzfristig Aktien mit der Absicht, diese später zu einem günstigeren Kurs wieder zurückzukaufen. Das Handeln mit Obligationen und Derivaten gehört ebenfalls zu einer konservativen Anlagepolitik. Bei einer solchen Politik besteht ein hohes Verlustrisiko. Jedoch bietet sich auch die Chance auf hohe Kursgewinne.

Es wird empfohlen, nicht das gesamte Kapital auf eine einzige Strategie zu setzen. Stattdessen sollte man eine Kombination zwischen verschiedenen Strategien wählen. Dabei kann beispielsweise ein Teil des Vermögens als Festgeld angelegt werden. Hier profitiert der Anleger von einer garantierten Rendite bei maximaler Sicherheit. In jedem Fall sollte man nicht die gesamte Anlage in einer spekulativen Anlage investieren.