Festgeld und Tagesgeld im aktuellen Zinsvergleich

Anlagekonto

Hinter dem Begriff Anlagekonto verbirgt sich im wesentlichen nichts anderes als ein sogenanntes Wertpapierdepot. Dabei handelt es sich gemäß der Definition um ein Konto, über welches in der Regel Wertpapiergeschäfte abgewickelt werden. Andererseits gibt es natürlich viele Anleger, die auch jedes Konto für Geldanlagen als Anlagekonto bezeichnen. Dies wäre nach geltender bankenrechtlicher Auslegung falsch. Festgeldanlagen oder sonstige Termingelder, Sparbriefe und ähnliches besitzen zwar auch ein Konto, dies ist aber kein Anlagekonto im Sinne des Wertpapiergeschäfts.

Das Anlagekonto und der Depotvertrag

Die eigentliche Basis oder Voraussetzung für die Eröffnung eines Anlagekontos ist natürlich immer der sogenannte Depotvertrag. Das bedeutet, bevor die Bank einem Anleger ein solches Konto eröffnet oder überhaupt eröffnen kann, muss eine Situation geschaffen werden, die ein solches Konto rechtfertigt, denn ein Girokonto kann nicht für Wertpapiergeschäfte oder Anlagen genutzt werden. Dabei kommt also ein zivilrechtlicher Vertrag zwischen dem Verwahrer, also der Depotbank, und dem Depotkunden als Anleger zustande.

Welche Verwahrungsarten gibt es?

Grundsätzlich gibt es gemäß geltendem Bankenrecht verschiedene Depotarten oder auch Verwahrungsarten. Zu ihnen zählen die Girosammelverwahrung, die Einzelurkunden, die Sammelurkunden, die Wertrechte, die Streifbandverwahrung, das geschlossene Depot, das Aberdepot und die Wertpapierrechnung. Zu den Depotarten oder auch Depottypen zählen dagegen das Eigendepot als sogenannte Kategorie A, das Fremd-, Treuhand- oder Anderdepot als Kategorie B, das Pfanddepot als Kategorie C und das Sonderpfanddepot als Kategorie D. Jeder Depottyp bzw. jede Verwahrungsart besitzt spezifische Merkmale, die auf eine bestimmte Anlageart positive oder negative Auswirkungen haben können. Hier hat der Kunde regelmäßig keinen Einfluss auf die Ausgestaltung, denn diese unterliegt der Angebotsfreiheit des Verwahrers.

Wo werden Depots oder Anlagekonten eingesetzt?

Zudem sollte immer beachtet werden, dass das Wertpapiergeschäft zwar das Haupteinsatzgebiet für Anlagekonten oder Depots ist, entsprechend der oben stehenden Ausführung und bankenrechtlichen Auslegung trotzdem immer verschiedene Möglichkeiten der Anlage bestehen. So nutzt man ein Anlagekonto beispielsweise für die Ausgabe von Anteilen an Immobilienfonds oder an Aktienfonds. Das jeweilige Wertpapier kann aber auch eine Einzelaktie an einem Unternehmen sein. Auch Rentenfonds oder diverse andere Fondsarten werden über Depots oder Anlagekonten abgewickelt.

Was versteht man unter den Depotgebühren?

Depotgebühren sind die Gebühren, welche die Bank für eine Bereitstellung des Kontos
bzw. eine Depotbereitstellung erhebt. Sie sind in etwa mit der Kontoführungsgebühr vom Girokonto vergleichbar. Dabei staffelt sich die Höhe der Gebühr immer nach der Art des Depots und dem Anlagebetrag. Die preislich günstigste Depotart ist in der Regel das Girosammeldepot oder die Girosammelverwahrung allerdings kann dies auch nicht als allgemeingültig angesehen werden.

Der Depotkontoauszug und sein Zweck

Der Kontoauszug des Depots wird als Depotkontoauszug bezeichnet und soll alle Wertstellungen des betreffenden Anlagekontos aufzeigen. Das bedeutet, dass hier alle Gewinne und Verluste sowie Käufe und Verkäufe aus dem Wertpapiergeschäft ersichtlich sind. Gleichzeitig dient der Kontoauszug als Beleg über die Abrechnung und Buchung durch den Verwahrer.

Was passiert bei einer Insolvenz des Verwahrers?

Sollte der Verwahrer, also in dem Fall die Bank, insolvent werden, so dient der Depotkontoauszug als Beleg für die anfallenden Ansprüche. In Deutschland besteht eine Pflicht zur Absicherung mit bis zu 90 %, der die Banken natürlich nachkommen bzw. nachkommen müssen.