Festgeld und Tagesgeld im aktuellen Zinsvergleich

Anlagehorizont

Als Anlagehorizont wird die Dauer einer Anlage bezeichnet. Der Wahl des richtigen Anlagehorizonts kommt eine entscheidende Bedeutung bei Erzielung der bestmöglichen Rendite zu. Generell lässt sich sagen, je länger eine Anlage läuft, desto besser ist auch der Zinssatz, der hierfür geboten wird. Je nach Laufzeit lassen sich drei verschiedene Anlagehorizonte unterscheiden.

Bei Anlagen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr spricht man von einem kurzfristigen Anlagehorizont. Anleger die eine solch kurzfristige Anlagedauer wählen legen zumeist großen Wert auf Flexibilität. Hierfür wird dann auch ein geringerer Zinssatz in Kauf genommen.

Als mittelfristiger Anlagehorizont werden Anlagen mit Laufzeiten zwischen ein und fünf Jahren bezeichnet. Hier werden schon wesentlich attraktivere Zinsen angeboten als bei einer kurzfristigen Anlagedauer. Dennoch behält der Anleger hier noch den Überblick über das Laufzeitende.

Langfristige Anlagehorizonte werden zumeist gewählt, um auf lange Sicht ein Vermögen aufzubauen. Die Laufzeiten liegen dabei ab fünf Jahren und sind nach oben nicht begrenzt. Ein Beispiel hierfür sind geschlossene Immobilienfonds welche Laufzeiten von bis zu 25 Jahren haben können.

Festgeldkonten bieten den großen Vorteil, dass der Anleger dabei die Laufzeit zumeist frei wählen kann. Die Banken bieten dabei eine große Spannweite von einem Monat bis zu mehreren Jahren an. Nach der gewählten Laufzeit richtet sich dann auch die zu erwartende Rendite. Generell bieten zwar lange Laufzeiten die besseren Zinsen allerdings steigen diese aber einer bestimmten Anlagedauer nur noch sehr gering. Deshalb lohnt sich ein langfristiger Anlagehorizont bei Festgeldkonten zumeist nicht. Experten raten zu einer Laufzeit von maximal drei Jahren, da die Rendite hier am höchsten ausfällt. Es ist also günstiger ein Festgeldkonto für zweimal drei Jahre abzuschließen als einmal für sechs Jahre.

Vor der Wahl eines bestimmten Anlagehorizontes sollten Anleger bedenken, dass sie bei den meisten Anlageformen während der Laufzeit nicht über die Einlage verfügen können. Aus diesem Grunde kann es sinnvoll sein, verschiedene Anlagehorizonte zu wählen. So kann zum Beispiel ein Teil des Kapitals als Festgeld für 3 Jahre angelegt werden und ein anderer Teil wird auf einem Tagesgeldkonto angelegt.