Festgeld und Tagesgeld im aktuellen Zinsvergleich

Abgeltungssteuer

Zum 01.01.2009 wurde die bis dahin verwendete Kapitalertragssteuer durch die pauschale Abgeltungssteuer abgelöst. Die Steuer in Höhe von 25 Prozent muss auf alle Einnahmen aus Kapitalerträgen gezahlt werden. Hierzu zählen auch die Zinseinnahmen aus einem Festgeldkonto. Zur Abgeltungssteuer kommt noch ein Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 Prozent der Steuer sowie bei einer bestehenden Kirchensteuerpflicht noch die Kirchensteuer dazu. Wohnen Sie in Baden-Württemberg oder Bayern liegt die Kirchensteuer bei 8 Prozent. In allen anderen Bundesländern werden 9 Prozent Kirchensteuer abgeführt. Insgesamt ergibt sich daraus ein Steuersatz von etwa 28 Prozent.

Wie die Abgeltungssteuer funktioniert

Geregelt sind die Bestimmungen zur Steuer im § 20 des Einkommensteuergesetzes. Die Steuer zählt zu den sogenannten Quellensteuern, weil diese direkt von der Bank an das zuständige Finanzamt abgeführt wird. Ihre Steuerschuld gilt dadurch als komplett abgegolten. Sie müssen die betreffenden Zinseinnahmen nicht mehr in Ihrer Steuererklärung angeben. Grund für die Einführung war der Wunsch, die Besteuerung der Kapitalerträge zu vereinfachen. In den meisten Fällen ist die Abgeltungssteuer für Anleger von Vorteil, da der persönliche Steuersatz in der Regel höher ist. Sollte Ihr Steuersatz jedoch geringer sei, so können Sie von Ihrem Veranlagungsrecht Gebrauch machen. Wurden durch die Bank Beträge abgeführt, die über dem persönlichen Steuersatz liegen, können Sie die zu viel gezahlten Steuern über die Steuerklärung wieder erstattet bekommen. Geben Sie hierzu einfach die erzielten Zinseinnahmen in der Steuererklärung an.

Veräußerungsgewinne sind ebenfalls steuerpflichtig

Vor Einführung der Abgeltungssteuer waren Veräußerungsgewinne steuerfrei, wenn diese innerhalb der Spekulationsfrist von 12 Monaten erzielt wurden. Diese Regelung wurde aufgehoben, sodass Veräußerungsgewinne nun voll versteuert werden müssen. Befreit sind dagegen Erträge aus offenen und geschlossenen Immobilienfonds. Versicherungen sowie Anlagen zur privaten Altersvorsorge wie die staatlich geförderte Riester-Rente bzw. die Basisrente sind ebenfalls von der Steuer befreit.

Freibeträge nutzen

Sie müssen Ihre Kapitalerträge nur dann versteuern, wenn diese die Steuerfreibeträge übersteigen. Bei Alleinstehenden beträgt der Freibetrag 801 Euro. Werden Sie gemeinsam mit Ihrem Ehepartner veranlagt, dann verdoppelt sich der Freibetrag auf 1602 Euro. Um in den Genuss der Freibeträge zu kommen, können Sie bei der Bank einfach einen Freistellungsauftrag einreichen. Dabei haben Sie auch die Möglichkeit, den Freibetrag auf mehrere Banken zu verteilen. Haben Sie bei einer Bank mehrere Konten, so muss hierfür nur ein Freistellungsauftrag abgegeben werden. Erhalten Sie die Zinsen quartalsweise oder monatlich gutgeschrieben, dann werden so lange keine Steuern abgeführt, bis der Freistellungsauftrag erreicht wurde. Für alle darüber hinausgehenden Zinseinnahmen werden die Steuern direkt durch die Bank an das Finanzamt abgeführt.

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